Wir erweitern unsere Telefonsprechstunden:
Sie erreichen uns nun dienstags von 11:00 - 12:00 Uhr, donnerstags von 18:00 - 19:00 Uhr und freitags von 09:00 - 10:00 Uhr.

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Antidiskriminierungsarbeit als lokale Aufgabe

Unterschiedliche Studien belegen, dass eine Vielzahl von Menschen in Deutschland von Diskriminierung betroffen ist – sei es z.B. aufgrund der (zugeschriebenen)  Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Lebensalters oder der sexuellen Identität.

Wie in Mannheim, so befinden sich in ganz Baden-Württemberg neue Antidiskriminierungsberatungsstellen im Aufbau, die Menschen dabei unterstützen, sich gegen erlebte Diskriminierung zu behaupten. Diskriminierungen stehen in einem spezifischen Kontext gesellschaftlicher Machtverhältnisse. Um eine lokale Antidiskriminierungskultur zu fördern, sind auch strukturelle Handlungsansätze erforderlich, die die Einzelfallberatung ergänzen.

Am 11. Dezember 2018 diskutierten staatliche und nichtstaatliche Schlüsselakteure von Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene über Auftrag und Ansätze sowie Rollen und Erfolgsbedingungen lokaler Antidiskriminierungsarbeit. Der Fachtag richtet sich an Vertreter* innen der Fachöffentlichkeit sowie an kommunale Entscheidungsträger* innen. Er bot Impulse und Kooperationsangebote für bestehende Einrichtungen und Akteure im Themenfeld und zielte auf eine nachhaltige Verankerung des Themas in der strategischen Stadtentwicklung.

Das Team von adb

Aktuelles

Pressemitteilung, 18. Mai 2020 Pressemitteilung des adb mannheim: Krise bewältigen bedeutet auch mehr Antidiskriminierungsarbeit

antidiskriminierungsbüro mannheim erweitert Sprechstunden

Krisen verstärken bestehende Ungleichheiten. In Deutschland ist jede/r Dritte von Diskriminierung betroffen. Durch die Corona-Pandemie verschärft sich diese Situation. Gerade jetzt sind professionelle Anlaufstellen für Betroffene notwendig. Deshalb erweitert das antidiskriminierungsbüro mannheim e.V. (adb mannheim) ab sofort seine Telefonsprechstunden für Ratsuchende.

„Seit unserer Gründung unterstützen wir Menschen, die von Diskriminierung betroffen sind. Die Corona-Pandemie macht unsere Arbeit noch notwendiger. So sind zum Beispiel Menschen, die in Geflüchtetenunterkünften wohnen aufgrund der Gegebenheiten vor Ort stärker vom Corona-Virus bedroht. Sie haben schlechteren Zugang zu Informationen und Infektionsschutzmaßnahmen. Ebenso erfahren wir, dass sich Diskriminierungen, die beispielsweise LSBTTIQ-Menschen zuhause erleben, durch die Ausgangsbeschränkungen existentiell verschärfen. Fakt ist: Schutzbedürftige oder marginalisierte Menschen werden durch allgemeingültige Maßnahmen stärker benachteiligt als andere. Wir müssen deshalb die, die Ungleichbehandlung erleben, mehr denn je informieren, beraten und in der Durchsetzung ihrer Rechte unterstützen“, so Tina Koch, Geschäftsstellenleiterin des adb mannheim.

Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung des adb mannheim vom 18. Mai 2020.

Die Beratung geht weiter! #WirBleibenfürSieda Service

Die Mitarbeitenden des adb mannheim e.V. arbeiten zurzeit zu Hause. Das adb ist jedoch telefonisch unter (06 21) 43 68 90 56 und per Email (info@adb-mannheim.de) erreichbar.

Wir bitten Ratsuchende, insbesondere unsere telefonischen Sprechstunden
(donnerstags von 18 – 19 Uhr und freitags von 9 – 10 Uhr) zu nutzen, um eine erste Einschätzung ihres Anliegens zu erhalten oder um Termine für ausführlichere Gespräche zu vereinbaren.

Beratungstermine können telefonisch oder per Videokonferenz stattfinden, bis wieder persönliche Beratungsgespräche angeboten werden können.

#WirBleibenFürSieDa

Pressemitteilung, 25. März 2020 Pressemitteilung der LAG Antidiskriminierungsberatung Baden Württemberg: Krisen verschärfen Ungleichheiten

Alltäglich erleben wir in unserer Arbeit, dass viele unserer Mitmenschen unabhängig vom Covid-19-Virus, Diskriminierung erleben müssen: bei der Arbeit, in der Schule, in der Freizeit, zu Hause, durch Medienberichte oder im Umgang mit Behörden.

Wir befürchten nun, dass schutzbedürftige oder marginalisierte Menschen durch allgemeingültige Maßnahmen auf der Strecke bleiben bzw. dass sich Maßnahmen auf sie besonders negativ auswirken. Um dies zu verhindern, muss aktiv geprüft werden, wie einer Verschärfung von Ungleichheit entgegengewirkt werden kann.

Lesen Sie hier die Pressemitteilung der LAG Antidiskriminierungsberatung: Krisen verschärfen Ungleichheiten vom 25. März 2020

Was ist Diskriminierung?

Seit 2006 zielt das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) darauf ab, Diskriminierungen zu verhindern und abzubauen.
Diskriminierung ist eine Ungleichbehandlung, Benachtei­ligung oder Ausgrenzung aufgrund eines oder mehrerer Merkmale, wie

  • Hautfarbe
  • ethnische Herkunft
  • Nationalität
  • Sprache
  • Geschlecht
  • Religion oder Weltanschauung
  • sexueller Orientierung oder Identität
  • Alter
  • chronische Erkrankung
  • Behinderung
  • körperliche Merkmale
  • Bildungsstand
  • sozialer Status

Wie äußert sich Diskriminierung?

Diskriminierung äußert sich auf unterschiedliche Art und Weise, z.B. als Verweigerung von Leistungen, Kontaktver­meidung oder Beleidigung.
Diskriminierung kann überall geschehen. Häufig ist sie schwer zu beschreiben und einzuordnen. Ihr Gefühl dazu ist wichtig und entscheidend. Nehmen Sie es ernst, wir tun es! Wir bieten Ihnen einen geschützten Raum zum Reden und unterstützen Sie. 

Werden Sie diskriminiert?

... dann ist das antidiskriminierungsbüro mannheim für Sie da.
Wir beraten Sie unabhängig von der Art Ihrer Diskriminierungserfahrung.
Wir hören Ihnen zu und sind auf Ihrer Seite.
Wir behandeln jedes Gespräch vertraulich.
Wir beraten Sie individuell und unverbindlich.
Wir informieren Sie über mögliche Schritte.
Wir entwickeln mit Ihnen gemeinsam eine Handlungsstrategie.
Unsere Beratung ist anonym und kostenfrei.
Neben Beratung bieten wir Veranstaltungen
und Fortbildungen an.