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Antidiskriminierungsarbeit als lokale Aufgabe

Unterschiedliche Studien belegen, dass eine Vielzahl von Menschen in Deutschland von Diskriminierung betroffen ist – sei es z.B. aufgrund der (zugeschriebenen)  Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Lebensalters oder der sexuellen Identität.

Wie in Mannheim, so befinden sich in ganz Baden-Württemberg neue Antidiskriminierungsberatungsstellen im Aufbau, die Menschen dabei unterstützen, sich gegen erlebte Diskriminierung zu behaupten. Diskriminierungen stehen in einem spezifischen Kontext gesellschaftlicher Machtverhältnisse. Um eine lokale Antidiskriminierungskultur zu fördern, sind auch strukturelle Handlungsansätze erforderlich, die die Einzelfallberatung ergänzen.

Am 11. Dezember 2018 diskutieren staatliche und nichtstaatliche Schlüsselakteure von Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene über Auftrag und Ansätze sowie Rollen und Erfolgsbedingungen lokaler Antidiskriminierungsarbeit. Der Fachtag richtet sich an Vertreter* innen der Fachöffentlichkeit sowie an kommunale Entscheidungsträger* innen. Er bietet Impulse und Kooperationsangebote für bestehende Einrichtungen und Akteure im Themenfeld und zielt auf eine nachhaltige Verankerung des Themas in der strategischen Stadtentwicklung.

Das Team von adb

was ist Diskriminierung?

Seit 2006 zielt das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) darauf ab, Diskriminierungen zu verhindern und abzubauen.
Diskriminierung ist eine Ungleichbehandlung, Benachtei­ligung oder Ausgrenzung aufgrund eines oder mehrerer Merkmale, wie

  • Hautfarbe
  • ethnische Herkunft
  • Nationalität
  • Sprache
  • Geschlecht
  • Religion oder Weltanschauung
  • sexueller Orientierung oder Identität
  • Alter
  • chronische Erkrankung
  • Behinderung
  • körperliche Merkmale
  • Bildungsstand
  • sozialer Status

Wie äußert sich Diskriminierung?

Diskriminierung äußert sich auf unterschiedliche Art und Weise, z.B. als Verweigerung von Leistungen, Kontaktver­meidung oder Beleidigung.
Diskriminierung kann überall geschehen. Häufig ist sie schwer zu beschreiben und einzuordnen. Ihr Gefühl dazu ist wichtig und entscheidend. Nehmen Sie es ernst, wir tun es! Wir bieten Ihnen einen geschützten Raum zum Reden und unterstützen Sie. 

Werden Sie diskriminiert?

... dann ist das antidiskriminierungsbüro mannheim für Sie da.
Wir beraten Sie unabhängig von der Art Ihrer Diskriminierungserfahrung.
Wir hören Ihnen zu und sind auf Ihrer Seite.
Wir behandeln jedes Gespräch vertraulich.
Wir beraten Sie individuell und unverbindlich.
Wir informieren Sie über mögliche Schritte.
Wir entwickeln mit Ihnen gemeinsam eine Handlungsstrategie.
Unsere Beratung ist anonym und kostenfrei.
Neben Beratung bieten wir Veranstaltungen
und Fortbildungen an.

Fachtag am 11.12.2018

Bedeutung lokaler Antidiskriminierungsarbeit

Bitte melden Sie sich bis zum 4. Dezember 2018 beim adb mannheim an.
Gerne per E-Mail an info@adb-mannheim.de.

Bedeutung lokaler Antidiskriminierungsarbeit

am 11.12.2018 von 10:00 – 16:00 Uhr

Programm

Moderation: Andreas Foitzik, adis e.V.

ab 10:00 Uhr Ankommen und Anmelden
10:20 Uhr Begrüßung Dr. Peter Kurz, Oberbürgermeister der Stadt Mannheim
10:40 Uhr Begrüßung Tina Koch, Leiterin antidiskriminierungsbüro mannheim e.V.

Teil I: Fokus Einzelfallberatung

10:50 Uhr Die Rolle lokaler Beratungsstrukturen
11:20 Uhr Diskriminierung sichtbar machen
11:50 Uhr adb mannheim e.V. stellt sich vor
12:20 Uhr Interaktion I
12:30 Uhr Mittagspause

Teil II: Fokus strukturelle Handlungsansätze

13:20 Uhr Interaktion II
13:30 Uhr Vision einer lokalen Antidiskriminierungsarbeit
14:00 Uhr Kaffeepause
14:15 Uhr Wohnen und Nachtleben/Diskotheken
15:15 Uhr Auf- und Ausbau lokaler Antidiskriminierungsarbeit
16:00 UhrResümee und Ende der Veranstaltung

Anreise mit der Bahn

Vom Hauptbahnhof Mannheim aus nehmen Sie die Straßenbahnlinien
RNV 1, 3 oder 5A bis zur Haltestelle „Paradeplatz“. Das Stadthaus befindet
sich am entgegengesetzten Ende des Platzes.

Anreise mit dem Auto

Von der Autobahn A5/A6 oder A656 kommend fahren Sie in Richtung
Friedrichsring. Der Friedrichsring geht dann in den Kaiserring über und
schließlich biegen Sie rechts in das Quadrat M7. Sie folgen dieser Straße
etwa 850 Meter bis Sie rechts die Einfahrt in das Parkhaus C 1 sehen.