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Antidiskriminierungsarbeit als lokale Aufgabe

Unterschiedliche Studien belegen, dass eine Vielzahl von Menschen in Deutschland von Diskriminierung betroffen ist – sei es z.B. aufgrund der (zugeschriebenen)  Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Lebensalters oder der sexuellen Identität.

Wie in Mannheim, so befinden sich in ganz Baden-Württemberg neue Antidiskriminierungsberatungsstellen im Aufbau, die Menschen dabei unterstützen, sich gegen erlebte Diskriminierung zu behaupten. Diskriminierungen stehen in einem spezifischen Kontext gesellschaftlicher Machtverhältnisse. Um eine lokale Antidiskriminierungskultur zu fördern, sind auch strukturelle Handlungsansätze erforderlich, die die Einzelfallberatung ergänzen.

Am 11. Dezember 2018 diskutieren staatliche und nichtstaatliche Schlüsselakteure von Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene über Auftrag und Ansätze sowie Rollen und Erfolgsbedingungen lokaler Antidiskriminierungsarbeit. Der Fachtag richtet sich an Vertreter* innen der Fachöffentlichkeit sowie an kommunale Entscheidungsträger* innen. Er bietet Impulse und Kooperationsangebote für bestehende Einrichtungen und Akteure im Themenfeld und zielt auf eine nachhaltige Verankerung des Themas in der strategischen Stadtentwicklung.

Das Team von adb

Stellungnahme des antidiskriminierungsbüros mannheim e.V., 4. März 2018 Zur Entscheidung des Capitols, die Sarotti-Werbeanlage hängen zu lassen

Das antidiskriminierungsbüro mannheim e.V. (adb) bedauert sehr die Entscheidung des Capitols, die Sarotti-Werbung hängen zu lassen (wenn auch in „veränderter Haltung“). Das adb hat dem Capitol in zahlreichen Gesprächen empfohlen, die Sarotti-Werbung abzuhängen und einen geeigneten Platz für sie in Mannheim zu finden, an dem koloniale Kontinuitäten aufgezeigt und aufgearbeitet werden könnten. Damit gelänge es sehr viel besser, die Auseinandersetzung mit dem Thema fortzuführen und einen längerfristigen Veränderungsprozess in der Stadtgesellschaft zu befördern.

Auch hat das adb sich dafür stark gemacht, dass mehr Betroffenenvertreter*innen sowie Expert*innen zur Kolonialgeschichte in den Entscheidungsfindungsprozess einbezogen werden sollen. Die Zusammensetzung des Beratergremiums wird dem – aus Sicht des adb – nicht gerecht. Die Stimmen der Betroffenen und ausgewiesenen Expert*innen halten wir für relevanter als die Meinungsäußerungen von vielen Nicht-Betroffenen.

Was ist Diskriminierung?

Seit 2006 zielt das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) darauf ab, Diskriminierungen zu verhindern und abzubauen.
Diskriminierung ist eine Ungleichbehandlung, Benachtei­ligung oder Ausgrenzung aufgrund eines oder mehrerer Merkmale, wie

  • Hautfarbe
  • ethnische Herkunft
  • Nationalität
  • Sprache
  • Geschlecht
  • Religion oder Weltanschauung
  • sexueller Orientierung oder Identität
  • Alter
  • chronische Erkrankung
  • Behinderung
  • körperliche Merkmale
  • Bildungsstand
  • sozialer Status

Wie äußert sich Diskriminierung?

Diskriminierung äußert sich auf unterschiedliche Art und Weise, z.B. als Verweigerung von Leistungen, Kontaktver­meidung oder Beleidigung.
Diskriminierung kann überall geschehen. Häufig ist sie schwer zu beschreiben und einzuordnen. Ihr Gefühl dazu ist wichtig und entscheidend. Nehmen Sie es ernst, wir tun es! Wir bieten Ihnen einen geschützten Raum zum Reden und unterstützen Sie. 

Werden Sie diskriminiert?

... dann ist das antidiskriminierungsbüro mannheim für Sie da.
Wir beraten Sie unabhängig von der Art Ihrer Diskriminierungserfahrung.
Wir hören Ihnen zu und sind auf Ihrer Seite.
Wir behandeln jedes Gespräch vertraulich.
Wir beraten Sie individuell und unverbindlich.
Wir informieren Sie über mögliche Schritte.
Wir entwickeln mit Ihnen gemeinsam eine Handlungsstrategie.
Unsere Beratung ist anonym und kostenfrei.
Neben Beratung bieten wir Veranstaltungen
und Fortbildungen an.

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