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Antidiskriminierungsarbeit als lokale Aufgabe

Unterschiedliche Studien belegen, dass eine Vielzahl von Menschen in Deutschland von Diskriminierung betroffen ist – sei es z.B. aufgrund der (zugeschriebenen)  Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Lebensalters oder der sexuellen Identität.

Wie in Mannheim, so befinden sich in ganz Baden-Württemberg neue Antidiskriminierungsberatungsstellen im Aufbau, die Menschen dabei unterstützen, sich gegen erlebte Diskriminierung zu behaupten. Diskriminierungen stehen in einem spezifischen Kontext gesellschaftlicher Machtverhältnisse. Um eine lokale Antidiskriminierungskultur zu fördern, sind auch strukturelle Handlungsansätze erforderlich, die die Einzelfallberatung ergänzen.

Am 11. Dezember 2018 diskutierten staatliche und nichtstaatliche Schlüsselakteure von Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene über Auftrag und Ansätze sowie Rollen und Erfolgsbedingungen lokaler Antidiskriminierungsarbeit. Der Fachtag richtet sich an Vertreter* innen der Fachöffentlichkeit sowie an kommunale Entscheidungsträger* innen. Er bot Impulse und Kooperationsangebote für bestehende Einrichtungen und Akteure im Themenfeld und zielte auf eine nachhaltige Verankerung des Themas in der strategischen Stadtentwicklung.

Das Team von adb

Aktuelles

Beratung von Menschen, die von der Maskenpflicht befreit sind Stellungnahme der Antidiskriminierungsstellen Baden-Württemberg im November 2020

Die Corona-Pandemie stellt uns alle vor große Herausforderungen. Manche Menschen sind in besonderer Weise von der Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen betroffen. Zum Beispiel sind Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder Vorerkrankungen in besonderer Sorge, und auch Menschen, die in beengten Wohnverhältnissen oder Sammelunterkünften für Geflüchtete leben oder um ihre Arbeitsplätze bangen. Die Pandemie vergrößert bestehende Ungleichheiten und verstärkt bestehende Diskriminierungsrisiken.

Mit dieser Stellungnahme wenden wir, die Antidiskriminierungsberatungsstellen des Landes Baden-Württemberg, uns an die Personen, die aufgrund einer chronischen Krankheit oder einer Behinderung von der Maskenpflicht befreit sind, allerdings immer wieder in Situationen kommen, in denen diese Befreiung nicht anerkannt wird und die sich dadurch diskriminiert fühlen und sich in großer Zahl an unsere Beratungsstellen wenden.

Was ist Diskriminierung?

Seit 2006 zielt das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) darauf ab, Diskriminierungen zu verhindern und abzubauen.
Diskriminierung ist eine Ungleichbehandlung, Benachtei­ligung oder Ausgrenzung aufgrund eines oder mehrerer Merkmale, wie

  • Hautfarbe
  • ethnische Herkunft
  • Nationalität
  • Sprache
  • Geschlecht
  • Religion oder Weltanschauung
  • sexueller Orientierung oder Identität
  • Alter
  • chronische Erkrankung
  • Behinderung
  • körperliche Merkmale
  • Bildungsstand
  • sozialer Status

Wie äußert sich Diskriminierung?

Diskriminierung äußert sich auf unterschiedliche Art und Weise, z.B. als Verweigerung von Leistungen, Kontaktver­meidung oder Beleidigung.
Diskriminierung kann überall geschehen. Häufig ist sie schwer zu beschreiben und einzuordnen. Ihr Gefühl dazu ist wichtig und entscheidend. Nehmen Sie es ernst, wir tun es! Wir bieten Ihnen einen geschützten Raum zum Reden und unterstützen Sie. 

Werden Sie diskriminiert?

... dann ist das antidiskriminierungsbüro mannheim für Sie da.
Wir beraten Sie unabhängig von der Art Ihrer Diskriminierungserfahrung.
Wir hören Ihnen zu und sind auf Ihrer Seite.
Wir behandeln jedes Gespräch vertraulich.
Wir beraten Sie individuell und unverbindlich.
Wir informieren Sie über mögliche Schritte.
Wir entwickeln mit Ihnen gemeinsam eine Handlungsstrategie.
Unsere Beratung ist anonym und kostenfrei.
Neben Beratung bieten wir Veranstaltungen
und Fortbildungen an.

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