Diskussionsveranstaltung „In Austausch kommen – rassismussensible Einführung der IWgR in Mannheim“ 10. Oktober 2020, 10:00 - 13:00 Uhr (einander.Aktionstage)

Wie sollten die „Internationalen Woche gegen Rassismus“ (IWgR) in Mannheim aussehen, sodass sie rassismussensibel und erfolgreich sind?

Wir bitten Mannheimer*innen mit Rassismuserfahrungen um Ideen, Wünsche und Rückmeldungen zu den „Internationalen Woche gegen Rassismus“ (IWgR) in Mannheim!

Workshop „Rassismuskritisch veranstalten lernen“ 17. Oktober 2020, 9:30 Uhr (einander.Aktionstage)

Es gibt keine rassismusfreien Räume in der Gesellschaft und somit auch nicht in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit! Wir können aber lernen, uns wertschätzend und konstruktiv für ein diskriminierungssensibles Arbeitsumfeld einzusetzen und Veranstaltungen entsprechend zu planen. Der Workshop zeigt anhand konkreter Beispiele Handlungsoptionen für die ehrenamtliche und berufliche Praxis auf.

„Zutritt verboten – trotz Befreiuung von der Maskenpflicht“ Pressemitteilung der LAG Antidiskriminierungsberatung Baden-Württemberg vom 04. Juni 2020

Die in der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Antidiskriminierungsberatung Baden-Württemberg zusammengeschlossenen Beratungsstellen warnen vor Diskriminierung und fordern einen bewussten und achtsamen…

Einladung zum online-Pressegespräch: 05. Juni 2020, 15 Uhr "Zutritt verboten - trotz Befreiung von der Maskenpflicht"

Die LAG Antidiskriminierungsberatung Baden-Württemberg und das antidiskriminierungs­büro mannheim warnen vor Diskriminierung. Zwei von Diskriminierung betroffene Frauen aus Mannheim…

Pressemitteilung, 18. Mai 2020 Pressemitteilung des adb mannheim: Krise bewältigen bedeutet auch mehr Antidiskriminierungsarbeit

antidiskriminierungsbüro mannheim erweitert Sprechstunden

Krisen verstärken bestehende Ungleichheiten. In Deutschland ist jede/r Dritte von Diskriminierung betroffen. Durch die Corona-Pandemie verschärft sich diese Situation. Gerade jetzt sind professionelle Anlaufstellen für Betroffene notwendig. Deshalb erweitert das antidiskriminierungsbüro mannheim e.V. (adb mannheim) ab sofort seine Telefonsprechstunden für Ratsuchende.

„Seit unserer Gründung unterstützen wir Menschen, die von Diskriminierung betroffen sind. Die Corona-Pandemie macht unsere Arbeit noch notwendiger. So sind zum Beispiel Menschen, die in Geflüchtetenunterkünften wohnen aufgrund der Gegebenheiten vor Ort stärker vom Corona-Virus bedroht. Sie haben schlechteren Zugang zu Informationen und Infektionsschutzmaßnahmen. Ebenso erfahren wir, dass sich Diskriminierungen, die beispielsweise LSBTTIQ-Menschen zuhause erleben, durch die Ausgangsbeschränkungen existentiell verschärfen. Fakt ist: Schutzbedürftige oder marginalisierte Menschen werden durch allgemeingültige Maßnahmen stärker benachteiligt als andere. Wir müssen deshalb die, die Ungleichbehandlung erleben, mehr denn je informieren, beraten und in der Durchsetzung ihrer Rechte unterstützen“, so Tina Koch, Geschäftsstellenleiterin des adb mannheim.

Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung des adb mannheim vom 18. Mai 2020.

Die Beratung geht weiter! #WirBleibenfürSieda Service

Die Mitarbeitenden des adb mannheim e.V. arbeiten zurzeit zu Hause. Das adb ist jedoch telefonisch unter (06 21) 43 68 90 56 und per Email (info@adb-mannheim.de) erreichbar.

Wir bitten Ratsuchende, insbesondere unsere telefonischen Sprechstunden
(donnerstags von 18 – 19 Uhr und freitags von 9 – 10 Uhr) zu nutzen, um eine erste Einschätzung ihres Anliegens zu erhalten oder um Termine für ausführlichere Gespräche zu vereinbaren.

Beratungstermine können telefonisch oder per Videokonferenz stattfinden, bis wieder persönliche Beratungsgespräche angeboten werden können.

#WirBleibenFürSieDa

Stellungnahme des antidiskriminierungsbüros mannheim e.V., 7. März 2020 Zum Umgang mit der Sarotti-Werbung im Capitol

Das adb unterstützt die Aussage von Tahir Della, Sprecher der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland, und schließt sich ihr an:
„Aus unserer Sicht ist ein Beibehalten einer so belastenden Figur wie der Sarotti M* kein geeignetes Mittel, sich mit rassistischen Bildern und Vorstellungen auseinanderzusetzen.“

Wir verweisen auf unsere Stellungnahme vom 4.3.2019 und auf die Tatsache, dass wir heute immer noch dieselbe Position vertreten.

Die Diskussionen um die Sarotti-Werbung verdeutlichen, dass bis heute in der Gesellschaft zu wenig Verständnis über strukturellen Rassismus vorhanden ist. Wir alle müssen anerkennen, dass 500 Jahre Sklaverei und danach Kolonialisierung, einhergehend mit Kolonialrassismus, unsere Gesellschaft tiefgreifend beeinflusst haben. Mechanismen sind in allen gesellschaftlichen Bereichen tief verankert. Oft werden rassistische Ausdrucksweisen oder Symbole unreflektiert und unkritisch übernommen. Auch durch Personen, die sich selbst gegen Rassismus und Rechtsextremismus positionieren oder selbst Angehörige von marginalisierten Gruppen sind. Hingewiesen sei in diesem Zusammenhang darauf, dass gut gemeinte Aktionen oder in guter Absicht geäußerte Meinungen durchaus rassistisch sein können. Bei rassistischem Handeln spielt nicht die Intention eine Rolle, sondern die Wirkung auf Betroffene. Die Anerkennung dieser Tatsache ist die Voraussetzung für den Weg zu einer Aufdeckung und Aufarbeitung unserer blinden Flecken. Es besteht ein großer Bedarf an Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit. Wir können keine rassismusfreie Gesellschaft werden, ohne davor eine rassismuskritische Gesellschaft zu sein.

Stellungnahme des antidiskriminierungsbüros mannheim e.V., 4. März 2019 Zur Entscheidung des Capitols, die Sarotti-Werbeanlage hängen zu lassen

Das antidiskriminierungsbüro mannheim e.V. (adb) bedauert sehr die Entscheidung des Capitols, die Sarotti-Werbung hängen zu lassen (wenn auch in „veränderter Haltung“). Das adb hat dem Capitol in zahlreichen Gesprächen empfohlen, die Sarotti-Werbung abzuhängen und einen geeigneten Platz für sie in Mannheim zu finden, an dem koloniale Kontinuitäten aufgezeigt und aufgearbeitet werden könnten. Damit gelänge es sehr viel besser, die Auseinandersetzung mit dem Thema fortzuführen und einen längerfristigen Veränderungsprozess in der Stadtgesellschaft zu befördern.

Auch hat das adb sich dafür stark gemacht, dass mehr Betroffenenvertreter*innen sowie Expert*innen zur Kolonialgeschichte in den Entscheidungsfindungsprozess einbezogen werden sollen. Die Zusammensetzung des Beratergremiums wird dem – aus Sicht des adb – nicht gerecht. Die Stimmen der Betroffenen und ausgewiesenen Expert*innen halten wir für relevanter als die Meinungsäußerungen von vielen Nicht-Betroffenen.

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