Beratung von Menschen, die von der Maskenpflicht befreit sind Stellungnahme der Antidiskriminierungsstellen Baden-Württemberg im November 2020

Die Corona-Pandemie stellt uns alle vor große Herausforderungen. Manche Menschen sind in besonderer Weise von der Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen betroffen. Zum Beispiel sind Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder Vorerkrankungen in besonderer Sorge, und auch Menschen, die in beengten Wohnverhältnissen oder Sammelunterkünften für Geflüchtete leben oder um ihre Arbeitsplätze bangen. Die Pandemie vergrößert bestehende Ungleichheiten und verstärkt bestehende Diskriminierungsrisiken.

Mit dieser Stellungnahme wenden wir, die Antidiskriminierungsberatungsstellen des Landes Baden-Württemberg, uns an die Personen, die aufgrund einer chronischen Krankheit oder einer Behinderung von der Maskenpflicht befreit sind, allerdings immer wieder in Situationen kommen, in denen diese Befreiung nicht anerkannt wird und die sich dadurch diskriminiert fühlen und sich in großer Zahl an unsere Beratungsstellen wenden.

„Zutritt verboten – trotz Befreiuung von der Maskenpflicht“ Pressemitteilung der LAG Antidiskriminierungsberatung Baden-Württemberg vom 04. Juni 2020

Die in der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Antidiskriminierungsberatung Baden-Württemberg zusammengeschlossenen Beratungsstellen warnen vor Diskriminierung und fordern einen bewussten und achtsamen…

Einladung zum online-Pressegespräch: 05. Juni 2020, 15 Uhr "Zutritt verboten - trotz Befreiung von der Maskenpflicht"

Die LAG Antidiskriminierungsberatung Baden-Württemberg und das antidiskriminierungs­büro mannheim warnen vor Diskriminierung. Zwei von Diskriminierung betroffene Frauen aus Mannheim…

Krise bewältigen bedeutet auch mehr Antidiskriminierungsarbeit Pressemitteilung des adb mannheim (18. Mai 2020)

antidiskriminierungsbüro mannheim erweitert Sprechstunden

Krisen verstärken bestehende Ungleichheiten. In Deutschland ist jede/r Dritte von Diskriminierung betroffen. Durch die Corona-Pandemie verschärft sich diese Situation. Gerade jetzt sind professionelle Anlaufstellen für Betroffene notwendig. Deshalb erweitert das antidiskriminierungsbüro mannheim e.V. (adb mannheim) ab sofort seine Telefonsprechstunden für Ratsuchende.

„Seit unserer Gründung unterstützen wir Menschen, die von Diskriminierung betroffen sind. Die Corona-Pandemie macht unsere Arbeit noch notwendiger. So sind zum Beispiel Menschen, die in Geflüchtetenunterkünften wohnen aufgrund der Gegebenheiten vor Ort stärker vom Corona-Virus bedroht. Sie haben schlechteren Zugang zu Informationen und Infektionsschutzmaßnahmen. Ebenso erfahren wir, dass sich Diskriminierungen, die beispielsweise LSBTTIQ-Menschen zuhause erleben, durch die Ausgangsbeschränkungen existentiell verschärfen. Fakt ist: Schutzbedürftige oder marginalisierte Menschen werden durch allgemeingültige Maßnahmen stärker benachteiligt als andere. Wir müssen deshalb die, die Ungleichbehandlung erleben, mehr denn je informieren, beraten und in der Durchsetzung ihrer Rechte unterstützen“, so Tina Koch, Geschäftsstellenleiterin des adb mannheim.

Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung des adb mannheim vom 18. Mai 2020.

Krisen verschärfen Ungleichheiten Pressemitteilung der LAG Antidiskriminierungsberatung Baden Württemberg (25. März 2020)

Alltäglich erleben wir in unserer Arbeit, dass viele unserer Mitmenschen unabhängig vom Covid-19-Virus, Diskriminierung erleben müssen: bei der Arbeit, in der Schule, in der Freizeit, zu Hause, durch Medienberichte oder im Umgang mit Behörden.

Wir befürchten nun, dass schutzbedürftige oder marginalisierte Menschen durch allgemeingültige Maßnahmen auf der Strecke bleiben bzw. dass sich Maßnahmen auf sie besonders negativ auswirken. Um dies zu verhindern, muss aktiv geprüft werden, wie einer Verschärfung von Ungleichheit entgegengewirkt werden kann.

Lesen Sie hier die Pressemitteilung der LAG Antidiskriminierungsberatung: Krisen verschärfen Ungleichheiten vom 25. März 2020

Eine Antidiskriminierungsperspektive ist in Zeiten der Krise unabdingbar Pressemitteilung des Antidiskriminierungsverbands Deutschland (advd) vom 26. März 2020

Krisenpolitik ist diskriminierungssensibel zu gestalten
Während der Corona Pandemie ist eine antidiskriminierungspolitische Perspektive unerlässlich. Verschiedene Organisationen und Initiativen zeigen mit Nachdruck auf, wie Diskriminierungen sich in der Krise verstärken und zum Teil neu entstehen: Ältere und gesundheitlich vorbelastete Menschen tragen bei Infektion das höchste Risiko. Gleichzeitig spielen Machtverhältnisse wie Rassismus, Behinderung, Sexismus oder sozialer Status in die Krise hinein und verstärken bestehende Ungleichheiten.

Lesen Sie hier die Pressemitteilung des advd: Eine
Antidiskriminierungsperspektive ist in Zeiten der Krise unabdingbar
vom 26. März 2020.

Diskriminierung wegen Corona-Virus Pressemitteilung der LAG Antidiskriminierungsberatung Baden Württemberg (4. März 2020)

Der Corona-Virus bestimmt zurecht seit einigen Wochen die Schlagzeilen. Ein Aspekt, der dabei oft zu kurz kommt, sind die mit dem Virus verbundenen rassistischen Diskriminierungen von Menschen, denen eine asiatische Herkunft zugeschrieben wird.

Die in der LAG Antidiskriminierungsberatung Baden-Württemberg zusammengeschlossenen Beratungsstellen gegen Diskriminierung wollen mit dieser Pressemitteilung darauf hinweisen, dass das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz diese Diskriminierungen ächtet und unsere Beratungsstellen betroffenen Menschen Unterstützung anbieten.

Lesen Sie hier die Pressemitteilung der LAG Antidiskriminierungsberatung zu Diskriminierungen wegen des Corona-Virus vom 4. März 2020

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